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Noch zu retten?!


Bist Du / Sind Sie noch zu retten?
Das ist eine (oft wirklich gut gemeinte) Frage, die wohl alle schon einmal gehört haben, die sich mit der Absicht tragen, eines der wundervollen alten Gehöfte und Häuser (nicht nur) im Oderbruch zu erhalten.
Ist es / Ist er / Sind sie noch zu retten?
Das ist unsere erste Frage, wenn es um ein Haus, einen Hof, Zeugnisse der Geschichte unserer Kulturlandschaft Oderbruch geht.
Antworten darauf müssen in jedem Fall neu gefunden werden, für Menschen und Gehöfte. Wir haben dafür kein Grundrezept parat. Was wir aber haben, möchten wir künftig auf diesen Seiten nach und nach bereitstellen:
Beispiele die Mut machen,
Tipps zur Rekonstruktion und Sanierung,
Hinweise und Erfahrungen mit dem Amtsschimmel,
Informationen rund um Loosehöfe und Siedlungsstruktur im Oderbruch.
Haben Sie etwas dazu beizutragen? Wir freuen uns auf Ihre

mail(_AT_)hofgesellschaft-neulewin.de
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Haus für eine Handdruck-Feuerspritze in Altwustrow von 1812
Gemeinde Oderaue im Landkreis Märkisch Oderland

Kurze Geschichte einer Bürgerinitiative III– Fortsetzung folgt

Ende 2011 musste das Renovierungsprojekt dieses vom Einsturz bedrohten Hauses - ursprünglich für 130.000 € geplant - aufgegeben werden. Hiesige Bürger haben dann neu nachgedacht. Die Idee war, das als Einzeldenkmal eingetragene Spritzenhaus zu retten – weil ortsbildprägend durch Eigenarbeit. Entstanden war es 1812, nach mehrfachen Bränden im Dorf, für eine eigene Handdruck-Feuerspritze - als zweifach verriegeltes Fachwerk mit Lehmstaken-Ausfachung, Krüppelwalmdach und Biberschwanzdeckung an der (früher tiefer gelegenen) Straße: eines der ältesten Brandschutzdenkmale Brandenburgs, erbaut lange vor Gründung der ersten freiwilligen Feuerwehr.

Gemeinde Oderaue und Ortsteil Altwustrow hatten das Gebäude als Denkmal zu erhalten und einer neuen Nutzung zuzuführen versucht – nach mehrfach vorgetragenen Forderungen der Denkmalbehörde. Eigentümer ist die Gemeinde. Sie ist an (kostenträchtige) Vorschriften gebunden: Architekt, Bauantrag, Handwerksfirmen, Einholung von Kostenvoranschlägen etc. Gleichzeitig hat sie aber kein Geld. Ziel ist die Herstellung eines kleinen Versammlungs- und Ausstellungsraums mit Teeküche und WC, auch für Kirchen- und Konzertveranstaltungen.

Ein Weg wurde gefunden. Bürger, das Amt, Handwerker, Architekt, Denkmalschutz, die Hofgesellschaft e.V. als Spendensammler und Vertragspartner setzten sich an einen Tisch. 2012 begannen die ehrenamtlich ausgeführten Räumarbeiten. Nur die schwierigeren Erhaltungsaufgaben wurden bezahlten Fachhandwerkern übertragen. Für die bisher, über die die ehrenamtlich betriebenen Arbeiten hinaus, zusätzlich benötigten 24.000 € gab der Landkreis (Denkmalschutz) die Hälfte. Die andere Hälfte (= 12.000 €) wurde zum größten Teil von Ihnen gespendet. Um einen Beitrag zum noch fehlenden Teil bitten wir Sie weiter (Quittungen werden zugesandt) - gerne auf das Konto der

Hofgesellschaft e. V. - IBAN: DE14 1705 4040 3000 2240 32 - Sparkasse MOL - Kennwort: Spritzenhaus

Für ehrenamtliche Arbeiten, Beratungen, die Überlassung von kostenlosem und preisreduzierten Material ist nicht nur den Bürgern Altwus­trows und den Mitgliedern der Hofgesellschaft zu danken, sondern auch der Freiwilligen Feuerwehr Altreetz, der Fa. GOLEM GmbH – Ziegelei Altglietzen, dem Fuhrunternehmen Burkhard Jendritzki in Neureetz, dem Architekten Frank Fischer - ibs Hoppegarten, sowie den ausführenden Handwerkern, den Zimmerleuten Thomas Riemann, Wriezen, und Rainier Scheers, Altbarnim, sowie den Bauunternehmen Uwe Rosnitschek, Neulietzegöricke und Erik Templin, Neulewin, - und für Benefizkonzerte in der Kirche vor allem den Neutrebbiner Holzbläsern!

Im September 2018
Rückfragen und Informationen gerne über Udo Schagen, Angerstr. 6, 16259 Altwustrow,
T. 01573 1919807 und 033457 46609 –

udo.schagen(_AT_)fu-berlin.de

 

2012: eingewachsen und einsturzgefährdet

 

Vor 2012: einsturzgefährdet, hier eingewachsener Baum